Der Ratgeber
Was ist ein Bouillon?
Ein Bouillon ist ein volkstümliches Restaurant, das Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris entstand. Der Metzger Pierre-Louis Duval servierte den Arbeitern der Markthallen eine kräftige Fleischbrühe und ein einziges Tagesgericht – warm, reichlich und zum Festpreis. Der Erfolg war so gross, dass sich die Bouillons in der ganzen Stadt verbreiteten: schnell, gut und günstig essen, in grossen Sälen, die allen offenstanden.
Volksküche, aber ohne Abstriche
Ein Bouillon lebt von drei Dingen: hausgemachte Klassiker der französischen und schweizerischen Küche, flinker Service im Saal und eine Rechnung, die nicht wehtut. Œuf mayonnaise, Bœuf bourguignon, Kalbsblanquette, Bratwurst, Profiteroles – regionale Gerichte aus lokalen Produkten, mittags und abends.
Das Belle-Époque-Dekor
Stuck, Spiegel, Bänke, Papiertischtücher und grosse, lebendige Säle: Ein Bouillon erkennt man am Dekor genauso wie an der Karte. Es ist eine Brasserie aus einer anderen Zeit, in der man nebeneinander sitzt – ohne Reservationspflicht, ohne Kleidervorschrift.
Das erste Bouillon von Freiburg
Nach Paris und seinen Kultadressen erreicht die Bewegung nun die Schweiz. Im Haus Beausite, seit 1904 geöffnet, ist das Bouillon Le Beausite das erste Bouillon von Freiburg: dieselbe Idee einer zugänglichen Volksgastronomie, getragen von einem Ort, der das Quartier seit über 120 Jahren verpflegt – 7 Tage die Woche, mittags und abends.

